Awareness 101 – Veranstaltungsreihe Frühjahr 2020 – online


AwA_wien präsentiert

Awareness 101 – online

Workshops im Frühling/ Sommer 2020

im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sicherheit und Polizeigewalt“

23.04. 17h Awareness basic Workshop

07.05. 17h … Sicherheit? Emanzipatorische Sicherheit!

@online

Noch ohne Termin / verschoben aufgrund covid19

t.b.a. Awareness Reality Check

t.b.a. Filmscreening

Awareness basic Workshop 23.04. 17h

17h – 21h Workshop / deutsch / 4h / Anmeldung via: awa_wien@riseup.net erforderlich max. 20 Plätze
Für diesen Workshops hat sich AwA_wien als Ziel gesetzt, Grundlagenwissen und Wissen über Awareness-Arbeit zu teilen und zu diskutieren. Im Workshop “Basics der Awa-Arbeit” sollen alle Interessierten auf den gleichen Wissensstand gebracht werden. Er bietet einen theoretischen Einstieg in das Themenfeld und bietet Einblick in die Begriffe und theroretische Konzepte, um die es beim Thema Awareness geht. Im Zuge des Workshops werden gemeinsame Begrifflichkeiten ge- bzw. erklärt. Es werden unter anderem die Konzepte von Definitionsmacht, Parteilichkeit, Unterstützungsarbeit erklärt; was Termini wie ‘verursachende’ und ‘betroffene Person’ bedeuten oder was Trigger sind, wird gemeinsam geklärt. Es geht um eine kritische Diskussion über sexistisches Verhalten, Diskriminierung, Macht der Sprache, Einschränken der Freiheit von Personen sowie solidarisches Feiern.
Durch das Aufgreifen dieser Themen wird bei den Personen des Kollektivs Bewusstsein und Sensibilität für übergriffiges Verhalten geweckt, sodass diesem später entgegengewirkt werden kann und ein solidarischer, achtsamer Raum geschaffen werden kann.
Anhand ausgewählter Texte bzw. Textausschnitte werden wir erst in Kleingruppen, abschließend dann alle gemeinsam, erarbeiten, was diese Begriffe für uns in der Praxis, auf Parties, im Vereinsleben etc. bedeuten können.

… Sicherheit? Emanzipatorische Sicherheit! 07.05. 17h

Workshop 17 – 21h / maximal 26 Personen / 4h / deutsch & englisch / Anmeldung via: awa_wien@riseup.net erforderlich

Wenn wir von Awareness sprechen, reden wir häufig davon, einen sicheren Rahmen für ein gemeinsames Miteinander zu schaffen. Dabei ist der Begriff von Sicherheit ein ambivalenter. Sicherheit wird oft im Kontext von Überwachung, Kontrolle und repressivem Vorgehen verwendet und gedacht. Sicherheit ist ein Begriff, der in den letzten Jahren weitestgehend rechtsextrem verwendet und geprägt wurde. Für uns sind Grenzen, Kameras oder Kontrollen im öffentlichen Raum aber nichts, was die Welt sicherer macht. Es sind Prozesse, die Leben zerstören, schädigen und unterdrücken. Dem entgegengestellt denken wir, dass es wichtig ist, ein begriffliches Gegenkonzept zu setzen. Denn Sicherheit heißt für uns gemeinsames Wohlfühlen, heißt eine Welt ohne Unterdrückung, Kapitalismus und Patriarchat! Doch wie können wir uns dieser anderen, emanzipatorischen Sicherheit, annähern?
Im Workshop untersuchen wir die Bedeutung des Begriffs “Sicherheit”, beleuchten in Kleingruppen unterschiedliche Aspekte des Themas. Anhand praktischer Beispiele wie der Erzählung, dass “die Nacht ein unsicherer Ort sei” oder selbstverwaltete Orte als “Gefahrengebiete” definiert werden, überlegen wir uns, wie Gegenerzählungen und eigene Beispiele aussehen können, um einen anderen Zugang zu Sicherheit zu vermitteln. Abschließend präsentieren wir uns gegenseitig die Skizzen von Beispielen, die einen andere Gegenerzählung zum Begriff zulassen.

… safety? Emancipatory safety! 07.5. 17h

Workshop 17 – 21h / maximum 26 persons / 4h / german & english / registration via: awa_wien@riseup.net required

When we talk about awareness, we often talk about creating a secure framework for a common togetherness. The concept of safety is an ambivalent one. Safety is often used and thought in the context of surveillance, control, and repressive action. The term has been used and coined in recent years to a large extent by the extreme right. For us, however, borders, cameras or controls in public spaces are nothing that makes the world a safer place. They are processes that destroy, damage and suppress life. In contrast, we think it is important to set a conceptual counter-concept. Because for us, safety means a shared sense of well-being, it means a world without oppression, capitalism, and patriarchy! But how can we approach this other, emancipatory safety?
In the workshop, we will examine the meaning of the term ” safety”, and in small groups, we will shed light on different aspects of the topic. Using practical examples such as the narrative that “the night is an unsafe place” or self-governed places are defined as “danger zones”, we will consider how counter-narratives and our own examples can be used to convey a different approach to safety. Finally, we present each other with sketches of examples that allow for a different counter-narration to the concept.

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Die Veranstaltungen sind Teil einer Reihe zum Thema „Sicherheit und Polizeigewalt“. Von März bis Juni 2020 werden eine Reihe von Terminen zu diesem Thema in Wien stattfinden. In der Veranstaltungsreihe kommen verschiedene Stimmen zu Wort. Menschen die von Verdrängung betroffen sind, die Polizeiwillkür erleben, die sich kritisch mit Konzepten von Sicherheit beschäftigen, und diejenigen, die sich mit der Frage nach Alternativen anstelle von Strafe auseinandersetzen. Wir laden sie dazu ein sich einzubringen, auszutauschen und mitzudiskutieren.
Mehr Infos & Links zu den weiteren Terminen finden sich in kürze auf unserer Webseite:
www.awareness.wien

Für alle Termine gilt:
Teilnahme kostenfrei
freie Spende für Snacks/ Getränke vor Ort

Ort: online

Barrierefreier Zugang Augassse – Info hier
https://www.akbild.ac.at/Portal/barrierefreierZugang_Akademie_de.pdf

Gefördert und unterstützt von:
ÖH Uni Wien – https://www.oeh.univie.ac.at/
4lthangrund – https://www.4lthangrund.jetzt/

 

Verschoben:

Filmscreening

?. um 20:15
Film und Diskussion – bei schönen Wetter open air! Mehr Infos ab Ende März auf der Webseite!

 

Awareness Reality-Check ? 17h

17 – 18h30 Arbeit in Kleingruppen & Austausch
19h – 20h30 Input & Diskussion

Im ersten Abschnitt dieses Workshop machen wir einen interaktiven Diskurs über verschiedene Konzepte rund um Awarenessarbeit. In den Medien und in unterschiedlichen Zusammenhängen wird immer wieder über unterschiedliche Konzepte berichtet und unterschiedliche Zugänge werden praktiziert. Wir vergleichen diese Konzepte und diskutieren in wie weit sie in der Praxis tauglich sind. Dabei geht es um Themen wie “Ask for Angela”, “Wo ist Luisa” oder “Rettungsanker” ebenso wie um konkrete Praxis innerhalb von Wiener Kollektiven. Personen von der AwA_wien, Hausgemacht und Basstrace sind mit dabei und erzählen aus ihrer Arbeitspraxis.

Part one: In der Kleingruppenphase sichten wir gemeinsam Material. Es gibt die Möglichkeit einzelne Modellansätze zu diskutieren ebenso wie über bestimmte Aspekte von Awarenessarbeit zu diskutieren. Gerne könnt ihr dafür selbst Material zum Thema mitbringen. Die Tische werden reich gedeckt sein mit Medienschnipseln, Material und Information zum Thema. Wir freuen uns auf eure Perspektive!

Part two: Wir übernehmen das Podium und machen einen “Check”. Was sind unsere Erfahrungen mit verschiedenen Modellen? Wo gibt es Probleme? Was läuft gut? Wir erzählen über unsere Arbeit und unterschiedliche Zugänge dessen, was und wie Awareness im Nachtleben umgesetzt werden kann.

Info: zu dieser Veranstaltung werden auch Medienvertreter_innen, die selbst zu diesen Themen berichtet haben, eingeladen.

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